Texte und Lieder der Shoah – ein nachhaltig eindrucksvoller Abend

Im gut gefüllten Atrium hat heute der Musikkurs des S2 / S4 unter Leitung von Herrn Bergemann das Publikum mit Originaltexten und Liedern der Shoah zu großer Nachdenklichkeit angeregt.
Unsere Schülerinnen und Schüler haben in einer fesselnden Darbietung mit großer Ersthaftigkeit jüdische Lieder und Originaltexte von Kindern aus dem direkten Umfeld der Shoah präsentiert. Es ist ihnen gelungen, mit dieser besonderen Mischung von Musik und Zitaten das wohl finsterste Kapitel deutscher Vergangenheit gegenwärtig werden zu lassen.

Mit erschütternd kindlich anmutenden Worten hat die Präsentation den Zeitzeugen und Opfern des Holocaust aus Theresienstadt, dem Warschauer oder dem Krakauer Getto eine lebendige Stimme verliehen. In Titeln wie „Deportation“, „Auschwitz 1944“ oder „Sonntag im Getto“ spiegelten sich die Schrecken der Vergangenheit und entfalteten in dieser Direktheit eine ganz besondere Wirkung bei Zuhörern wie Darstellern, die menschlich sehr nahe ging.
Der Abend wurde auf Wunsch der Darsteller ohne jeden Zwischenapplaus inszeniert, was zu einem großen Spannungsbogen von gut 60 Minuten gebannter Konzentration im Publikum führte und damit die beabsichtigte Wirkung nochmals verstärkte.
Entsprechend still blieb es nach dem Ausklang des letzten Beitrags „Ose Shalom“ der Klezmerband mit Chor, bis sich die aufgebaute Spannung in einem fast erlösend wirkenden Schlussbeifall entladen konnte.

Mein Dank gilt allen Darstellern sowie in besonderer Weise Herrn Clemens Bergemann als Kursleiter und unserem ehemaligen Schulleiter, Herrn Volker Wolter, der ebenfalls maßgeblich zum Gelingen dieses anspruchsvollen Abends beigetragen hat.

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29.3.17 / Fr




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