Hamlet

Wer kennt es nicht, das "Sein oder nicht sein...", und die Erwartungen sind hoch, wenn sich wieder einmal jemand heranwagt an den edlen, aber schwachen Dänenprinzen, die fluchwürdigen Mord- und Spitzbuben, die Hofschranzen, allerlei Volk, Intrigen und den Tod vieler.
Shakespeares wohl bedeutendstes Drama ist eine Herausforderung. Und manchmal meint man, es sei dazu eigentlich schon alles gesagt.

Der Theaterkurs unter Leitung von Frau Buchholz und Frau Wetterau hatte den Mut, das Stück an etlichen Stellen auch einmal gegen den Strich zu lesen und ihm dabei doch keine Gewalt anzutun: ein Hamlet (Arian), der nicht (wie sattsam bekannt) immer nur erdschwer und wahnsinnig daher kommt, sondern gelegentlich leichtfüßig, auch mal keck auf seiner fast neugierigen, nicht immer nur schicksalsträchtigen Suche nach der Wahrheit; Rosencrantz und Guildenstern (Anna & Francesca), die beiden Jugendfreunde Hamlets, in manchen Inszenierungen eher am Rande angesiedelt, spielen hier richtig auf, ein boshaft meuchelnder, zynischer Claudius mit rot-blutigen Handschuhen (Leon) samt Geliebter Gertrude (Henrike), die vom falschen Getränk nippt, eine wirklich zu Herzen gehende Ophelia (Judith) und all die anderen: das gesamte Personal war gut besetzt und engagiert, und man merkte es den Akteuren an, dass es ihnen Freude machte, in dieser manchmal schrägen, immer aber ernsthaften, mit Ideen prall gefüllten Inszenierung im wahrsten Sinne eine wichtige Rolle zu spielen. Beeindruckend auch der Einbezug von Videotechnik auf der Bühne und von Stummfilmen im Charly Chaplin-Stil: es gab viel zu sehen und zu bestaunen in diesem temporeichen Stück des S2-Kurses Theater.

Ausnahmsweise wurde für dieses Stück das FORUM bespielt. Es hat sich gelohnt. Herzliche Glückwünsche an die Spieler und ihre Spiel-Leitung! Wir sind gespannt auf euer Vorhaben im 3./4. Semester!
































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