Erasmus+ in Logrono

Das von der EU finanzierte Erasmus+ Projekt „Your Europe at Home: Shaping Europe!“ findet zum ersten Mal im Zeitraum 2017-2019 am Gymnasium Rahlstedt statt. Wir sind Teil einer Gruppe von 4 Schulen aus Hamburg, Riga (Lettland), Logroño (Spanien) und Santo André (Portugal). Das Ziel des Projektes ist es, eine Unterrichtseinheit zu erstellen, welche zukünftigen Schülern Wissen über Europa vermitteln soll. Fünf internationale Treffen finden in diesem Zeitraum in jedem Land statt (zwei davon bei uns an der Schule). Jeden Freitag nach dem Unterricht trifft sich das Erasmus-Team unserer Schule, um sich auf das nächste internationale Treffen vorzubereiten. Das erste Projekttreffen fand bereits im November 2017 in Hamburg statt. Vom 25.02.18 bis zum 04.03.18 fand das zweite Treffen in Logroño statt. Wir, sechs Zehntklässlerinnen, flogen in Begleitung von Frau Toprak und Herrn Stumpf in die Hauptstadt von La Rioja in den Norden Spaniens. Die sieben Tage in Spanien waren gefüllt mit neuen Erfahrungen und sehr viel Spaß.
Von Montag bis Freitag arbeiteten die Vertreter aller Schulen von 8 Uhr morgens bis 18:30h abends in der spanischen Schule. Zwischendurch gab es eine zweistündige „Siesta“ in der wir meistens zu unseren Gastschülern nach Hause gefahren sind und dort etwas gegessen haben.
Am Montag starteten wir mit interkulturellen Spielen zum Kennenlernen und einem Spanischkurs. Danach fingen wir mit unserem ersten großen Thema an: Europäische Institutionen. In internationalen Gruppen tauschten wir uns über die einzelnen Institutionen aus und erstellten Schaubilder, welche wir anschließend der ganzen Gruppe präsentierten. Das nächste Thema, mit welchem wir uns beschäftigten, war die Immigration nach Europa. Dazu teilten wir uns in drei verschiedene Parteien auf: eine sozialdemokratische, eine zentrale und eine konservative Partei. In den einzelnen Parteien überlegten wir uns, wie wir unsere Positionen mit Argumenten am besten vertreten könnten, denn für den nächsten Tag war eine Debatte im Parlament von La Rioja geplant. Nach langem Üben gelang es uns, eine flüssige und aussagekräftige Diskussion zu führen.
Der Mittwoch startete sehr kalt: Es hatte geschneit. Nach einer Führung durch die Schule „Los Boscos“ brachen wir auf zum Parlament. Dort hielten wir die tags zuvor vorbereitete Debatte mit der Präsidentin des Parlamentes, dem Kabinettsdirektor und einer Koordinatorin für ausländische und internationale Programme. Die Diskussion war eine einmalige Erfahrung und definitiv ein Höhepunkt der Reise. Am Nachmittag besuchten wir einen Weinkeller in der Stadt, da der Wein sehr bekannt und eine wichtige Einnahmequelle für die Region ist.
Der Donnerstag startete mit der Besichtigung der Kloster „SUSO“ und „YUSO“ etwas außerhalb der Stadt. Dort nahmen wir an zwei Führungen teil, welche sehr interessant waren. Anschließend beschäftigten wir uns in der Schule in Gruppen mit den europäischen Verträgen und erstellten einen großen Zeitstrahl.
Am Freitag hielt Esther Herránz García, welche ein Mitglied des europäischen Parlaments ist, einen Vortrag und beantwortete unsere Fragen nach ihrem Beruf und ihrem Leben. Die Woche neigte sich nun schon dem Ende zu. Die letzten Arbeitsstunden verbrachten wir damit, die vergangene Woche zu reflektieren und ein Feedback an alle zu geben. Am Abend fand eine kleine Abschlussfeier statt, um sich zusammen von einander zu verabschieden. Den Samstag verbrachten wir individuell in unseren Gastfamilien.
Neben der Arbeit an unserem Projekt, verbrachten wir viel Zeit mit den Gastfamilien und den Schülern der anderen Schulen. Wir alle hatten fast ausschließlich positive Erfahrungen mit den spanischen Eltern und Schülern. Auch mit den Portugiesen und Letten haben wir uns sehr gut verstanden. Auch wenn es häufig zu kommunikativen Schwierigkeiten kam, haben wir am Ende der Woche viele neue Freunde gefunden. Unterschiede im Alltag machten sich aber doch bemerkbar. Sowohl Essgewohnheiten, wie zum Beispiel, dass beim Essen mit der ganzen Familie Fernsehen geguckt wurde oder das ungewohnte zweimalige warme und sehr späte Essen, als auch Unterschiede in der Freizeitgestaltung machten sich bemerkbar. Doch genau diese Unterschiede machen unserer Meinung nach das Leben in einer anderen Familie so aufregend. Mit Vorfreude auf unsere Familien, aber auch schweren Herzens, ging es Sonntagmorgen über Pamplona zurück nach Hamburg.
Mittlerweile arbeiten wir schon an den Vorbereitungen für das Treffen in Riga.

Wenn sie mehr über das Projekt erfahren wollen dann besuchen sie gerne unsere Seite: https://erasmusyeah.wordpress.com/2018/02/28/3rd-day-of-the-2nd-ltta-of-the-erasmus-project-your-europe-at-home-shaping-europe/

Von Amelie Feddersen und Carla Waitkus




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